| Ratgeber Gebärmutterhalskrebs |
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.HPV Impfung - Schutz gegen den gefährlichen Virus
Die sogenannten Humanen Papillomviren sind die Auslöser für den Gebärmutterhalskrebs. In den meisten Ländern werden seit dieser Erkenntnis Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen diese Erreger geimpft. Die Krankenversicherung übernimmt hierbei zum größten Teil die Kosten für diese Impfung. HPV ist die Abkürzung für Humane Papillomviren. Diese Viren werden zum überwiegenden Teil beim Geschlechtsverkehr übertragen. Inzwischen kennt die Wissenschaft mehr als 120 Virustypen, von denen ungefähr 40 die Geschlechtsorgane befallen können. Diese genitalen HPV werden in zwei grobe Raster aufgeteilt: Die Hochrisiko- und die Niedrigrisikotypen. Die Hochrisiko-Viren sind in fast allen Tumoren des Gebärmutterhalses nachgewiesen worden. Bestimmte Hochrisikotypen, die Typen 16 und 18, sind zu einem hohen Anteil an der Bildung von Zervixkarzinomen, dem Krebs des Gebärmutterhalses, beteiligt. Die Niedrigrisiko-Viren haben so gut wie keinen Anteil am Entstehen eines Gebärmutterhalskarzinoms. Wenn Niedrigrisiko-Viren in einer Krebsgeschwulst nachgewiesen wurden, dann immer nur zusammen mit den als Hochrisikoviren bezeichneten Virentypen. Gibt es eine Infektion ausschließlich mit Viren des niedrigen Risikobereiches, sind die entstehenden Tumore immer gutartig. In den meisten Fällen werden Genitalwarzen, beispielsweise Feigwarzen ausgebildet.
Ursachen und Folgen der HPV-Infektion
Die Ansteckungen mit den Viren sind weit verbreitet. Etwa 80 Prozent der sexuell aktiven Männer und Frauen stecken sich bei ihren Aktivitäten mit Humanen Papillomviren an. Die meisten bemerken das gar nicht, denn das Virus bereitet zunächst keinerlei Beschwerden. Im Normalfall ist das menschliche Immunsystem durchaus fähig, allein mit dem Virus fertig zu werden. Bei 90 Prozent aller Infektionen schleusen die körpereigenen Abwehrkräfte die Erreger innerhalb von sechs bis 18 Monaten aus dem Körper. Doch unter bestimmten Risikofaktoren können sich die Viren in den Hautzellen festsetzen. Möglicherweise erst Jahre oder Jahrzehnte später können sie dann zu Gebärmutterhalskrebs führen. Es gibt einige Faktoren, die der Ansteckung mit den Viren Vorschub leisten: Ungeschützter Geschlechtsverkehr, Rauchen, häufig wechselnde Sexualpartner und sexuelle Aktivitäten in sehr frühem Alter sind einige dieser Bedingungen, die Ansteckungen begünstigen.
Impfung und Impfstoffe
Es sind zwei Impfstoffe in Deutschland verfügbar: „Cervarix“ und „Gardasil“. Letzteres stammt aus dem Hause des US-Pharmaherstellers MSD Sharp & Dohme. Seit Ende September 2006 ist der Impfstoff für Europa zugelassen und ist seit Oktober 2006 auch in Deutschland zu beziehen. Der Impfstoff „Cervarix“ von GlaxoSmithKline bekam ein Jahr später ebenfalls seine Zulassung. Die „Ständige Impfkommission“ am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfahl die Impfung gegen die Viren im März 2007. Impfen lassen sollten sich Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren.
Wirkung und Nebenwirkungen der HPV-Impfung
Bei der Vielzahl von Papillomviren schützt der derzeit verfügbare Impfstoff vor zwei Virus-Typen, den Hochrisiko-Typen 16 und 18. Die sind aber sehr bedeutsam, weil bei 70 Prozent der Frauen, die an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind, diese beiden Virustypen einzeln oder zusammen nachgewiesen wurden. Das bedeutet, dass höchstens 70 Prozent der Erkrankungen durch die Impfung vermieden werden. Deshalb kann man nicht von einem 100-prozentigen Schutz durch die Impfung ausgehen.
Die gesetzliche Krankenversicherung und die HPV-Impfung
Im Juni 2007 übernahm der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Empfehlung und setzte die Impfung als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen fest. Das heißt, dass die Krankenkassen die Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren bezahlen. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Impfkosten auch für junge Mädchen und junge Frauen, die jünger oder älter als das empfohlene Alter sind. Bei einem Preis von rund 500 Euro für drei Impfungen sind die Kosten für die Impfungen recht hoch. Diese drei Impfungen sind nötig, um anhaltenden Schutz zu haben. Es dauert rund ein halbes Jahr, bis die Impfungen ihre volle Wirkung entfalten können.
Die private Krankenversicherung und die HPV-Impfung
Genau wie die gesetzlichen Krankenkassen hinterfragen die privaten Krankenversicherer Sinn und Nutzen der HPV-Impfung. Für die Kosten der Impfung kommen sie jedoch in den meisten Fällen auf. Darüber hinaus gibt es Versicherungen, die nicht nur Impfungen im empfohlenen Alter übernehmen, sondern auch vorher oder später. In Einzelfällen ist ein Nachweis nötig, dass keine HPV-Infektion vorliegt. Dann kann in jedem Alter geimpft werden. Ausschlaggebend für die Übernahme der Impfkosten sind grundsätzlich die Versicherungsbedingungen der jeweiligen privaten Krankenversicherung. Es ist in jedem Fall angebracht, sich vor einer Impfung über die genauen Konditionen bei dem privaten Krankenversicherer zu erkundigen. |








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