| Modelle für die Integrierte Versorgung |
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. Mitte der 1970er Jahre begann in den USA eine Bewegung, die eine Lösung von den starren Strukturen des Gesundheitswesens zum Ziel hatte. Die amerikanische Managed-Care-Bewegung setzte sich deshalb für eine medizinische Versorgung ein, die fachübergreifend eine Verzahnung von ambulanten und stationären Bereichen aufweist. So sollten eine höhere Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Qualitätsorientierung erreicht werden. Die Managed-Care-Bewegung hatte einen starken Einfluss auf die deutschen Entwicklungen zur Integrierten Versorgung.
Integrierte Versorgung in Deutschland
Die Integrierte Versorgung ermöglicht den Versicherten eine bessere Verbindung zwischen verschiedenen Leistungserbringern wie Ärzten, Krankenhäusern, Vorsorge- Kliniken, Fachärzten oder Rehabilitationskliniken. Dabei erhalten vor allem die Qualitätssicherung und die Struktur der Integrierten Versorgung, die durch eine besondere Vernetzung gekennzeichnet ist, eine hohe Bedeutung. Ziel ist es, den Behandlungsverlauf durch Koordination unterschiedlicher Bereiche zu erleichtern und zu verbessern. Dadurch kann dem Versicherten eine abgestimmtere Behandlung ermöglicht werden. Das soll gegenseitige Absprachen, etwa zwischen Klinik und Hausarzt, leichter machen.
Teilnahme an dieser Versorgungsform
Das Angebot der Integrierten Versorgung können alle Patienten der gesetzlichen Krankenkassen nutzen. Der Versicherte muss dabei bei seiner Krankenversicherung ein entsprechendes Modell auswählen. Danach erfolgt die Teilnahme bei einem Arzt, der an dieser Versorgungsform teilnimmt. Gewählt werden kann die Integrierte Versorgung bei verschiedenen Erkrankungen. So kann die Wahl zum Beispiel bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen oder bei Atemwegserkrankungen wie Asthma erfolgen. Man sollte jedoch bedenken, dass jede Krankenkasse ein anderes Angebot der Integrierten Versorgung anbietet.
Folgen der Integrierten Versorgung
Im Rahmen der Integrierten Versorgung ist es außerdem möglich, dem Patienten eine höhere Behandlungsqualität und -effizienz zu ermöglichen. Positive Effekte können kürzere Aufenthalte in Klinken oder verringerte Zeiten der Arbeitsunfähigkeit sein. Unter Umständen erfolgt auch die Terminvergabe schneller. Eine Befreiung von Zuzahlungen ist unter bestimmten Bedingungen ebenfalls möglich. Einige Krankenkassen bieten ihren Versicherten einen Bonus für die Teilnahme am Programm der Integrierten Versorgung an. Sogenannte Volkskrankheiten sollen in der Zukunft außerdem flächendeckender behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise Diabetes mellitus oder auch Erkrankungen der Bandscheibe.
Die Pflegeversicherung in der Integrierten Versorgung
Die Integrierte Versorgung soll auch die Pflegeversicherung einbinden. Dies hat das Ziel eine Verbesserung der Gesamtsituation von älteren oder auch gebrechlichen Patienten und Patientinnen herbeizuführen. Möglich gemacht werden soll dies aus medizinischer Sicht sowie auch ausgehend von Aspekten der Pflege.
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